Westfälische Rundschau vom 07.04.2008

Hohenlimburg, 07.04.2008

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(Fa) Zwei sexy „Saftschubsen“ – als Duo „Les Dames“ präsentierten die beiden Hagener Kabarettistinnen Constanze Schick und Brigitte Dussy ihr Programm „Himmelstöchter“ im Hohenlimburger Werkhof.

Wussten das Publikum im Werkhof zu begeistern: Brigitte Dussy und Constanze Schick als Stewardessen. (WR-Bild: Falke) (Schroth, Heinz-Werner)

Wussten das Publikum im Werkhof zu begeistern: Brigitte Dussy und Constanze Schick als Stewardessen. (WR-Bild: Falke)

Hohenlimburg. Schon zu Beginn des Abends brachten sie das Publikum am vergangenen Freitag schier aus dem Häuschen: In knappen, sexy Uniformen, legten sie los.

Die beiden „Himmelstöchter“, die ihre komödiantischen Wurzeln im „Hasper Hammer“ haben, griffen auf, was das „normale Leben“ hergibt. „Die Geschichten liegen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße. Man muss sich nur in die Stadt setzen oder an die Supermarktkasse stellen und zuhören“, so Constanze Schick, die studierte Politikwissenschaftlerin, die im wirklichen Leben als Abteilungsleiterin an der FernUniversität in Hagen beschäftigt ist. Brigitte Dussy, die hauptberuflich als Krankenschwester arbeitet, ergänzte: „Wir sind wie Topf und Deckel, wir passen einfach richtig zusammen.“ Und das merkten auch die vielen Zuschauer. Sei es im Zusammenhang mit Schäubles „Verfassungsänderung“, sei es bei den Qualitätsunterschieden von Mann und Frau oder der um sich greifenden Globalisierung. Stets hatte das Duo die Lacher auf seiner Seite.

Aber auch als Solistinnen wussten die beiden Damen zu überzeugen. Pantomimisch genial: Brigitte Dussy als Oma mit ihrem Rolllator auf dem Flughafen. Oder Constanze Schick, die als Karin Dombrowski gekonnt über Karriere und Spätgebärende philosophierte. Schick bewies darüber hinaus mit Stimme und Volumen, dass sie auf der Bühne auch gesanglich etwas zu bieten hat. Das Publikum applaudierte überschwänglich. Vor allen Dingen die kabarettistischen Aphorismen nach der Pause suchten ihres Gleichen. Mit ihrer nunmehr dritten, erstmals auch politischen Produktion, konnte „Les Dames“ das Publikum vollauf begeistern.